Aufruf zur Demonstration „Enough is enough – Antisemiten entgegentreten“

Am 17.1.2026 mobilisieren verschiedene israelfeindliche Gruppen wie Handala und Students for Palestine zu einem antisemitischen Aufmarsch durch Leipzig-Connewitz. Ihr Ziel ist es, Connewitz zu einer No-Go-Area für Juden und Freunde Israels zu machen. Dies stellt eine unverhohlene Drohung dar.

Aus dem Umfeld der mobilisierenden Gruppen wurde allein in den letzten Tagen ein von Juden betriebenes Café angegriffen und ein Plakat, das die jüdischen Kulturtage bewirbt, antisemitisch beschmiert. Es werden fast 1000 Antisemiten erwartet.

Gegen diesen Versuch der massiven Einschüchterung wird es Gegenprotest geben, den wir aus Hameln gerne unterstützen möchten. Nachfolgend dokumentieren wir einen Aufruf der AG Antifa zu den Aktionen gegen den Antisemitenaufmarsch, der uns besonders treffend erscheint:

Aufruf der AG Antifa Halle zu den Gegenaktivitäten gegen den antisemitischen Aufmarsch in Leipzig Connewitz am 17. Januar 2026

Enough is enough:
Kein Frieden mit Antisemiten!

Am 17. Januar soll es in Leipzig-Connewitz einen antisemitischen Aufmarsch geben. Organisiert wird er diesmal nicht von bekennenden Nazis, sondern von Leuten, die sich als links begreifen und mal offen, mal stillschweigend gemeinsame Sache mit Islamisten machen. Beteiligt sind unter anderem Handala Leipzig und die Students for Palestine Leipzig.

Beide Gruppen sind seit Längerem durch ihren Israelhass hervorgetreten. Sie relativieren oder rechtfertigen den Terror der Hamas, bezeichnen das Massaker vom 7. Oktober, bei dem etwa 1 200 israelische Kinder, Frauen und Männer bestialisch ermordet wurden, als „Widerstand“, sprechen dem jüdischen Staat das Existenzrecht ab und bedienen sich einer Sprache, in der Juden systematisch als Täter, Unterdrücker oder Fremdkörper markiert werden. Das ist kein „radikaler Aktivismus“, sondern klassischer israelbezogener Antisemitismus – ergänzt um offene Sympathien für die Massenmörder des Islamischen Dschihad, der Hisbollah und der Hamas. Passend dazu gehen sie mit deren Kampfsymbol, dem roten Dreieck, regelmäßig hausieren. Wer hier noch von Missverständnissen spricht, will sie nicht aufklären.

Projektion statt Realität

Der Aufruf zu dieser Demonstration lässt sich nur sozialpsychologisch deuten. Dort wird behauptet, man könne in Connewitz nicht „ohne Angst“ mit Palästinensertuch oder Palästinaflagge auftreten. Das ist eine klassische Mischung aus Projektion und Verschiebungsleistung. Es gibt keine No-Go-Areas für Palituchträger. Das Palästinensertuch ist an Universitäten, in linken Szenen, im Kulturbetrieb und erst recht auf Neonazi-Demos präsent und akzeptiert. Wer es trägt, bekommt Zustimmung, keine Probleme.

Unsicher wird es dort, wo Juden sichtbar sind. Menschen mit Kippa, Davidstern oder israelischer Fahne werden bedroht, angegriffen und eingeschüchtert – gerade im Umfeld sogenannter „Palästina-Proteste“. Das ist keine Wahrnehmung, sondern Realität. Antisemitische Gewalt kommt gegenwärtig weniger von rechts, sondern von islamischer Seite und aus Milieus, die sich für progressiv halten.

Das Palästinensertuch ist dabei kein unschuldiges Accessoire. Es ist ein politisches Kampfsymbol. Es steht für ein Weltbild, in dem Juden als Hindernis, als Feind oder, um den zeitgenössischen Jargon zu bemühen, als „weiße Kolonisatoren“ erscheinen. Diese Bedeutung ist kein Missverständnis, sondern hat Geschichte.

Die politische Durchsetzung des Palästinensertuchs begann in den 1930er Jahren, während des Arabischen Aufstands gegen die britische Mandatsmacht und gegen die jüdische Einwanderung. Damals wurde es gezielt als antiwestliches und antijüdisches Symbol etabliert. Arabische Nationalisten und religiöse Führer forderten, den westlich konnotierten Fez abzulegen und stattdessen das Tuch zu tragen – als sichtbares Zeichen des Bruchs mit dem Westen, mit Modernisierung und mit jüdischer Präsenz. Wer sich weigerte, wurde bedroht oder angegriffen. Das Palästinensertuch setzte sich also nicht „von unten“ durch, sondern durch politischen und sozialen Zwang.

Seit den 1960er Jahren ist es international zum Erkennungszeichen antisemitischer Bewegungen geworden – getragen von Terrororganisationen, linken Israelhassern und Islamisten gleichermaßen. Wer es heute demonstrativ trägt, knüpft an diese Geschichte an. Ihm ist nicht kalt, wie es vor Jahren in einem Flugblatt hieß, sondern er hat etwas gegen Juden.

Die negative Aufhebung der Nation

Mitunter wird versucht, die Hamas, den Islamischen Dschihad oder ihre Apologeten von Handala als Vertreter und Freunde des nationalen Befreiungskampfs zu verstehen. Auch das ist eine Verkennung. Schon der traditionelle Befreiungsnationalismus war regelmäßig hochproblematisch: antiwestlich, autoritär, auf nationale Homogenisierung ausgerichtet und feindlich gegenüber Minderheiten. Und doch hielt er – bei aller Gewalt und Verrohung – oft noch ein brüchiges Menschheitsversprechen bereit: den Bezug auf Selbstbestimmung, auf politische Gleichheit, auf eine weltliche Ordnung.

Der Islamismus hingegen hat dieses stets prekäre Versprechen vollständig verabschiedet. Er ist nicht nationalistisch, sondern im Wortsinn anti-national und anti-aufklärerisch. Sein Bezugspunkt ist nicht ein Staat, sondern die Umma – das globale Kalifat. Es kennt keine Bürger, keine Rechte, keine Grenzen. Die Umma steht für die Zerstörung bestehender Nationalstaaten, nicht für ihre Befreiung. Der Nationalstaat mit seiner Trennung von Religion und Politik gilt Islamisten ebenso wie ihren linken Freunden als zu überwindendes Hindernis. Es geht ihnen nicht um die staaten- und klassenlose Weltgesellschaft, von der Marx und andere träumten, sondern um die negative Aufhebung von Staat und Kapital.

In diesem Punkt ähnelt der Islamismus dem Nationalsozialismus: Auch er richtete sich trotz seines Namens (der Hitler mitunter sogar unangenehm war) gegen den Nationalstaat, nicht um Freiheit zu schaffen, sondern um ihn durch eine gewaltsame Ordnung zu ersetzen. Dass Israel dabei im Zentrum des Hasses steht, ist kein Zufall. Der jüdische Staat widerspricht der Idee der Umma fundamental. Deshalb geht es nicht um Koexistenz, sondern um Vernichtung. Auch deshalb sind Vorschläge für eine Zweistaatenlösung bestenfalls naiv. Sie gehen, wie Umfragen zeigen, deutlich an den Wünschen des überwiegenden Teils der Palästinenser vorbei: Sie wollen keinen zweiten Staat neben Israel, sondern gar kein Israel.

Mythos Connewitz

Wie diese Logik wirkt, zeigt sich nicht nur im Großen, sondern auch ganz konkret im Lokalen. Handala und Co. erklären nicht nur Israel zum Feind, sondern alles, was sich der vollständigen Unterordnung entzieht. Deshalb richten sich ihre Angriffe nicht nur gegen das offen israelsolidarische Conne Island, sondern auch gegen die Linkspartei-Abgeordnete Jule Nagel und ihr Linxxnet. Nagel spricht sich – ganz großzügig, möchte man sagen – für das Existenzrecht Israels aus. Dennoch hat sie kein Problem damit, Mitglied einer Partei zu bleiben, die sich längst zum größten Palästinakomitee seit der NSDAP entwickelt hat, die bekennenden Israelhassern wie Ferat Koçak den Aufstieg ermöglicht und im September letzten Jahres die größte antisemitische Mobilisierung seit 1945 mitgetragen hat: Damals demonstrierten in Berlin 100 000 Menschen gegen Israel. Während andere prominente Parteimitglieder angesichts dieser Entwicklung ausgetreten sind, ist Nagel geblieben – und wird es sicher auch in Zukunft tun. Dass selbst ihre windelweichen Stellungnahmen und ihre erklärte Bereitschaft, weiterhin mit ausgewiesenen Antisemiten zusammenzuarbeiten, solange sie das richtige Parteibuch haben, nicht ausreichen, um sie vor Angriffen zu schützen, zeigt: Hier geht es nicht um Haltung, sondern um Disziplinierung.

Der Marsch durch Connewitz ist damit kein beliebiger Aufzug, sondern der Versuch, diese Feinderklärungen räumlich festzuschreiben. Wie bei früheren antisemitischen Aufmärschen geht es um Landnahme, Einschüchterung und Symbolik. Haben im Januar 2016, vor ziemlich genau zehn Jahren, noch Nazis und rechte Hooligans versucht, Connewitz anzugreifen, ist es nun das Ziel linker Antisemiten und ihrer islamistischen Verbündeten. Es ist darum mehr als nur ein Treppenwitz, dass sich auch die Neonazis von den Freien Sachsen angesprochen fühlen und kaum verholen mobilisieren.

Aber auch die Gegenmobilisierung kommt nicht ohne das obligatorische Brett vorm Kopf aus. Dort wird Connewitz mitunter als „solidarischer“ und „widerständiger“ Stadtteil beschworen. Das ist ein Mythos. Die vielzitierte Solidarität endet spätestens dort, wo sich der älter gewordene widerständige Mittelstand um Kita-Plätze, Wohnraum und Standortvorteile für den eigenen Nachwuchs streitet. Gleichzeitig feiert in Connewitz ausgerechnet die Linkspartei, deren Ikone Heidi Reichinnek vor einigen Jahren für den Nahen Osten ein Bündnis von Linken und Islamisten forderte, immense Wahlerfolge. Das Viertel ist also, mit anderen Worten, nicht mehr das, was es noch nie war.

Dennoch mobilisieren wir für den 17. Januar zu den Gegenprotesten gegen den antisemitischen Aufmarsch.

Nicht aus Viertelpatriotismus.

Nicht, um einen Mythos zu verteidigen.

Nicht, weil Connewitz besonders widerständig wäre.

Sondern weil es konkret darum geht, antisemitischen Geländegewinnen entgegenzutreten. Weil Juden weiter aus öffentlichen Räumen gedrängt werden sollen. Weil Einschüchterung normalisiert werden soll.

Und weil jeder Versuch, No-Go-Areas für Juden auszuweiten, gestoppt werden muss.

AG Antifa Halle,

01/2026

Fr. // 14.11.2025 // 20:15 Uhr: Vortrag & Diskussion: Was ist kritische Theorie?

Am Freitag, den 14.11.2025, findet im freiraum Hameln (Walkemühle 1a, 31785 Hameln) ab 20:15 Uhr ein Vortrag samt anschließender Diskussion mit Martin Dornis zum Thema: „Was ist kritische Theorie – Aspekte materialistischer Gesellschaftskritik im 19., 20. und 21. Jahrhundert“ statt, auf den wir an dieser Stelle sehr gerne hinweisen. Den ausführlichen Ankündigungstext dokumentieren wir zudem nachfolgend:

Was ist kritische Theorie?
Aspekte materialistischer Gesellschaftskritik im 19., 20. und 21. Jahrhundert

Die Weltgesellschaft befindet sich momentan in einer „multiplen Krise“, die sich auf unterschiedlichste Weise zeigt. Um nur einige Krisenerscheinungen zu nennen:
• drohende autoritäre Herrschaft, eine mögliche Wiederkehr des Faschismus und wachsende Zuwendung zu entsprechenden Parteien und Bewegungen weltweit
• zunehmende Suche nach Sündenböcken für gesellschaftliche Verwerfungen, die v.a. in Migrant*innen und Arbeitslosen gefunden werden
• eine sich zuspitzende Eskalation des Mensch-Natur-Verhältnisses in Form des Klimawandels
• Zerfall öffentlicher Strukturen
• Aufbrechen von gesellschaftlicher Gewalt im Alltag, namentlich gegen Juden, Frauen, Schwule und Lesben, Queers – Rassismus, Antisemitismus und Sexismus erleben ein vor einigen Jahren noch unvorstellbares Revival
• sich ausbreitende Verschwörungsvorstellungen
• geopolitische Konflikte drohen sich zu einem Dritten Weltkrieg zu entwickeln
• Zerfall von Staaten, bisher im globalen Süden, droht auch die Zentren zu erfassen
• ungebannte Gefahr eines Crashs der internationalen Finanzmärkte
• sich durch die Digitalisierung verschärfende Überflüssigmachung menschlicher Arbeitskraft.

Die politische Linke steht diesen krisenhaften Entwicklungen weitgehend hilflos gegenüber. Oft werden lediglich Diskriminierungsstrukturen thematisiert und wo man radikal sein will, ergeht man sich gegen „Reiche“ und fordert lediglich eine gesellschaftliche Umverteilung von Macht und Reichtum. Allenthalben wird betont, dass die Geschichte sich nicht wiederholen dürfe und man aus ihr lernen müsse. Worin allerdings diese Lehre bestehen sollte, bleibt weitgehend unklar. Die Rezepte gehen jedenfalls (oftmals) nicht über eine Beschwörung „unserer Demokratie“ hinaus. Was fehlt ist ein Blick auf den gesellschaftlichen Zusammenhang dieser Krisen und ihre Ursachen.

Die Welt scheint aktuell unter den Wirkungen der mikroelektronischen Revolution und der Digitalisierung in eine ähnliche Krise zu geraten, wie sie sich bereits in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts abgezeichnet hatte und die damals in das Grauen des Faschismus/ Nationalsozialismus führte. Bereits inmitten der Katastrophen des Ersten Weltkriegs hatte Rosa Luxemburg vom drohenden Rückfall in die Barbarei gesprochen, sofern es nicht gelinge, die Gesellschaft rational und menschlich zu gestalten. Vor diesem Hintergrund entstand in dieser Zeit im Umfeld des „Instituts für Sozialforschung“ das Konzept einer interdisziplinären Sozialforschung, in dem unterschiedlichste Krisenerscheinungen zu einer Auseinandersetzung mit der Gesellschaft als ganzer formuliert werden sollten. Ökonomiekritik wurde zu diesem Zweck mit tiefenpsychologischer Forschung und Kulturkritik verbunden. Dabei wurde erforscht, warum die kapitalistische Gesellschaft in eine neue Barbarei treibt, anstatt im menschlichen Sinne umgestaltet zu werden.

Diese Überlegungen gingen auf den von Marx thematisierten sich verschärfenden Widerspruch zwischen den Produktivkräften und den Produktionsverhältnissen zurück, der sich darin zeigt, dass gerade die fortschreitende Produktivität Verwerfungen erzeugt, die über die Menschheit wie Naturkatastrophen hereinbrechen, obwohl sie von Menschen hergestellt sind und somit abwendbar wären. Unter den Bedingungen der ersten industriellen Revolution zeigte Marx die Krisendynamik der kapitalistischen Gesellschaft auf und formulierte den kategorischen Imperativ alle Verhältnisse umzuwerfen, die der individuellen Freiheit entgegenstehen. Aus dem krisenhaften Verlauf der kapitalistischen Gesellschaft soll sich die Möglichkeit ihrer Kritik ergeben, andererseits hat diese Kritik den krisenhaften Verlauf zuzuspitzen und umzuwenden, mit dem Ziel die Gesellschaft vernünftig zu gestalten. Der Krisenprozess ist mittels einer sich aus ihm ergebenden immanenten Kritik in menschliche Regie zu nehmen, um Ansatzpunkt gesellschaftlicher Umwälzungen zu werden.

Die Reformulierung einer den heutigen Verhältnissen entsprechenden kritischen Theorie, anknüpfend an die Marxsche Kritik und ihre Erweiterung unter den Bedingungen des 20. Jahrhunderts, ist heute dringend an der Zeit, um den gegenwärtigen destruktiven Tendenzen Einhalt zu gebieten. Weder ist deren Kritik heute überholt, noch lässt sie sich umstandslos auf die heutigen Problemlagen übertragen. Vortrag und Diskussion sollen ergründen, worin die Krisendynamik der bestehenden Gesellschaft besteht und wie aus ebendieser eine treffende Kritik entfaltet werden kann, wer das Subjekt einer nötigen Veränderung sein könnte und wo der Ansatzpunkt für eine solche zu finden sein könnte.

Gliederung des Vortrags:
1. Der Zusammenhang von Kritik und Krise bei Marx
2. Die interdisziplinäre Arbeit des Instituts für Sozialforschung und die Dialektik der Aufklärung
3. Aktuelle Probleme kritischer Theorie unter den Bedingungen der multiplen Krise

Aufruf zur Kundgebung „Gegen die linksislamistische Mobilmachung“

Am 7. Oktober 2023 verübte eine terroristische palästinensische Einheitsfront zusammen mit palästinensischen Zivilisten das größte antisemitische Massaker seit der Shoah. 1182 Menschen wurden in Israel brutal ermordet, hunderte verschleppt. Noch heute, zwei Jahre später, sind Geiseln in Gaza gefangen. Zwanzig von ihnen leben noch. Sie sind der Folter und der Willkür ihrer Entführer ausgeliefert.

Diese Einheitsfront, bestehend aus der ‚Volksfront zur Befreiung Palästinas’ (PFLP), der ‚Demokratischen Front zur Befreiung Palästinas‘ (DFLP), dem ‚Islamischen Dschihad in Palästina’ (PIJ) und allen voran der Hamas, kämpft bis heute weiter – in Gaza, im Westjordanland und mit Anschlägen in Israel.

Militärische Angriffe zur Vernichtung Israels gingen zudem vom islamistischen Regime im Iran, von der Hisbollah im Libanon und den Huthis im Jemen aus.

Doch die antisemitische Gewalt beschränkt sich nicht auf Israel. Zwei Jahre nach dem Massaker ist sie globalisiert. Linke und islamische Antisemiten marschieren Seite an Seite.

Unter Rufen wie „Free Palestine“ oder „Intifada Revolution“ wird offen zum Judenmord aufgerufen und Jagd auf „Zionisten“ gemacht. 2024 wurde der jüdische Student Lahav S. in Berlin-Mitte von einem Angreifer lebensgefährlich verletzt. 2025 versuchte ein Islamist in Berlin, Juden zu ermorden und attackierte am Holocaust-Mahnmal einen spanischen Touristen mit einem Messer.

Bereits am 7. Oktober 2023 verteilten Samidoun-Mitglieder auf der Sonnenallee Süßigkeiten, um das Massaker zu feiern. Samidoun ist ein PFLP-nahes Netzwerk zur Unterstützung inhaftierter Terroristen und Teil einer linksradikalen Szene, die mit der marxistisch-leninistischen PFLP sym-pathisiert. Antisemitische Terroristen wie Leila Khaled werden auf Demo-Bannern zu Ikonen erhoben.

In Neukölln und darüber hinaus hat sich ein Typus linker Aktivisten etabliert, der nicht nur die PFLP und DFLP, sondern auch die Hamas und den PIJ als Verbündete begreift. Ihr Credo formulierte der in linken Kreisen hofierte Ramsis Kilani unverblümt: „Jeder auch noch so rückschrittlich denkende Islamist der Hamas kann diesem imperialistischen Weltsystem objektiv Schaden zufügen und damit … allen … Arbeiter*innen auf der ganzen Welt … objektiv Unterstützung und Möglichkeitsfenster eröffnen.“

Islamistischer Terror soll so mit dem revolutionären Programm Linksradikaler verschmolzen werden – zu einer globalen Bewegung gegen den Zionismus und westliche Freiheiten. Die Kilani nahestehende Linke Neukölln bildet die parlamentarische Speerspitze dieses antisemitischen Mobs.

Seit dem 7. Oktober 2023 organisieren linke und islamische Antisemiten gemeinsam Proteste, bei denen sie den Hamas-Terror glorifizieren und zum Judenmord aufrufen. So entstehen in Berlin antisemitische Angstzonen. Polizei und Justiz reagieren oft nachlässig und die deutsche Gesellschaft schaut konsequent weg – oder macht mit.

Gegen die linkislamistische Mobilmachung!

Gegen die Apathie angesichts der größten antisemitischen Bedrohung seit der Shoah!

Für die kompromisslose Durchsetzung der Sicherheit von Juden und Israelis an jedem Ort zu jeder Zeit!

Solidarität mit Israel – jetzt erst recht!

Kundgebung am 5. Oktober 2025, 15 Uhr vor dem Rathaus Neukölln
Gegen die linksislamistische Mobilmachung
Solidarität mit Israel – jetzt erst recht!

Fr. // 20.6.25 // 20 Uhr: Lesung & Diskussion zur aktuellen Lage im Iran

Am Freitag, den 20. Juni 2025, ab 20:15 Uhr widmet sich das Offene Antifa-Treffen „Club Alerta“ im freiraum Hameln (Walkemühle 1a, 31785 Hameln, www.freiraum-hameln.de) der aktuellen Lage im Iran. Hierfür sollen zunächst einige ausgewählte Texte gelesen werden (gerne dürfen auch noch eigene Textvorschläge eingebracht werden), um anschließend darüber ins Gespräch zu kommen. Das finden wir super und empfehlen daher den Besuch dieser Veranstaltung!

Kongress gegen die autoritäre Formierung

Vom 1. bis 3. Mai 2025 findet in Berlin ein vom Gegenform-Bündnis organisierter „Kongress gegen die autoritäre Formierung“ statt, dessen vorliegendes Programm durchaus einige interessante Beiträge erwarten lässt. Wir werden uns das daher einmal aus der Nähe anschauen und empfehlen die Teilnahme wärmstens. Ein paar Flyer und Plakate sind auch in Hameln eingetroffen und können gerne über uns bezogen werden. Alle Informationen zum Kongress finden sich hier: https://gegenform.tem.li/

Fr. // 17.01.2025 // 20:15 Uhr: Lesung & Diskussion zur Lage in Syrien

Am Freitag, den 17. Januar 2025, widmet sich das Offene Antifa-Treffen „Club Alerta“ im freiraum Hameln (Walkemühle 1a, 31785 Hameln, www.freiraum-hameln.de) ab 20:15 Uhr den aktuellen Entwicklungen in Syrien. Das finden wir super und empfehlen daher den Besuch dieser Veranstaltung!

Es ist geplant, zusammen die Flugschrift „Wir haben weder die Treuepflicht noch den Schwur gebrochen“ zu lesen, die erst kürzlich auf dem Blog „Cosmoproletarian Solidarity“ (https://cosmoproletarian-solidarity.blogspot.com) veröffentlicht wurde und anschließend darüber ins Gespräch zu kommen.

Aufruf zur Demonstration „Gegen die antisemitische Internationale“

Am 5. Oktober findet in Berlin eine antifaschistische Demonstration „Gegen die antisemitische Internationale“ statt, auf die wir an dieser Stelle sehr gerne hinweisen möchten und deren Aufruf wir im Folgenden dokumentieren:

Antifaschistische Demonstration anlässlich der Eskalation des Antisemitismus seit dem 7. Oktober

05.10.2024 14:00 Humboldt Uni (vor dem Hauptgebäude, Unter den Linden 6)

Die internationale Kunst- und Kulturszene, das Mullah-Regime im Iran, rote Gruppen, LGBTQI-Aktivist:innen und Raver:innen von Berlin bis Barcelona, Erdogan-Fans, US-amerikanische Humanities-Student:innen, Vertreter:innen der Vereinten Nationen, deutsche Neonazis und palästinensische Terrorist:innen, sie alle sind sich spätestens seit dem 7. Oktober 2023 einig in ihrem Hass auf Israel, den einzigen jüdischen Staat.

Hätte man nach dem 7. Oktober, dem größten antisemitischen Massaker nach dem Holocaust, denken können, dass dies ein wake up call zur Einsicht in die wahre Intention der „Israelkritiker:innen“ sein könnte, zeigte sich bald, dass die antisemitische Internationale gerade in jenem Moment Zuwachs erhielt, als sich der jüdische Staat verletzlich zeigte. Noch am selben Tag wurden auf der Neuköllner Sonnenallee Süßigkeiten verteilt und schon bevor die militärische Antwort Israels begann, formierten sich die ersten Demonstrationen, auf denen das Massaker zum Widerstand umgedeutet wurde.

In vielen muslimisch geprägten Teilen der Welt folgte man dem Aufruf der Hamas und skandierte offen „Tod den Juden!“, während deren westliche Kompliz:innen noch einige Umwege gehen mussten, um zum selben Ergebnis zu kommen. War „Israelkritik“ in progressiven Kreisen schon länger Konsens, kam es im Westen nach dem 7. Oktober zum endgültigen Dammbruch. Sich selbst als feministisch verstehende Gruppen leugnen oder relativieren die Vergewaltigung von Frauen, weil sie Israelis sind, Linke demonstrieren gemeinsam mit Islamist:innen gegen Israel. Mit Rückendeckung aus dem akademischen Milieu werden Parolen wie “From the River to the Sea” oder “Yallah Intifada” auf deutschen Straßen und an Uni-Campussen gebrüllt. Der beiden Parolen inhärente Wunsch zur Judenvernichtung muss längst nicht mehr hinter vorgehaltener Hand artikuliert werden. Eine Station dieses Umwegs führt unweigerlich über die deutsche Erinnerungspolitik. “Free Palestine from German Guilt” stellt in dieser Hinsicht den bisherigen Höhepunkt der postkolonialen Dekonstruktion des Holocausts dar.

Seit dem 7. Oktober hat sich die Situation für Jüd:innen hier und weltweit radikal verschlechtert. Der Oberrabbiner Frankreichs rät zur Auswanderung nach Israel, in Deutschland schließen reihenweise jüdische Restaurants. Hochschulen werden zu antisemitischen No-GO-Areas. In Berlin wurde ein jüdischer Student fast totgeschlagen. Deutschlandweit gab es Brandanschläge auf Synagogen, politische Gegner:innen werden mit dem roten Hamas-Dreieck markiert und so zu Anschlagszielen deklariert. Alle, die die Lüge des Genozids an den Palästinenser:innen verbreiten, haben dazu beigetragen, dass jüdischem Leben in Deutschland und weltweit eine weitere, kaum zu heilende Wunde zugefügt wurde.

Deswegen fordern wir: Solidarität mit Jüd:innen weltweit. Solidarität mit Israel.

Nieder mit der islamistischen Hamas, der Hisbollah, dem Regime in Teheran und ihren Kompliz:innen im Westen. Gegen die antisemitische Internationale!

Es rufen auf:

– Antifa Berlin
– Gegenform – Bündnis gegen autoritäre Formierung
– EAG Berlin  – Emanzipative & Antifaschistische Gruppe
– ANA – Autonome Neuköllner Antifa
– Dykes, Women & Queers against Antisemitism
– Punks against antisemitism
– GGA – Gruppe gegen Antisemitismus
– Sozialarbeitende gegen Antisemitismus

Weitere Informationen finden sich unter:
https://antifaberlin.org/

ACLB-Aufkleber verfügbar!

Wir haben ein paar Aufkleber anfertigen lassen und bieten diese im Austausch gegen allgemeines Äquivalent an. Wer Interesse hat, melde sich gerne per E-Mail bei uns – dann klären wir alles Weitere.

P.S.: Wir bitten um etwas Geduld, da wir erstens nicht so oft in unser Postfach schauen und zweitens auch ein paar Tage brauchen, um den Versand zu bewerkstelligen („Süßes Nichtstun“ ist mehr als eine Parole).

Fr. // 26.1.2024 // 20:15 Uhr: Vortrag & Diskussion: Zur Ideologie des politischen Islam am Beispiel der Hamas

Am Freitag, den 26. Januar 2024, findet um 20:15 Uhr in den Räumlichkeiten von ver.di in Hameln (Emmernstraße 12, 31785 Hameln) ein Vortrag mit anschließender Diskussion „Zur Ideologie des politischen Islam am Beipiel der Hamas“ statt. Als Referenten konnten wir hierfür Andreas Stahl von der Gesellschaft für kritische Bildung (siehe: https://www.kritischebildung.de) gewinnen, der erst kürzlich zusammen mit Fatma Keser, Jonas Kruthoff und David Schmidt den Sammelband „Gesichter des politischen Islam“ (siehe: https://edition-tiamat.de/books/gesichter-des-politischen-islam) herausgegeben hat. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Über Spenden würden wir uns freuen.

Fr. // 26.1.2024 // 20:15 Uhr // Vortrag // Zur Ideologie des politischen Islam
Ein ausführlicher Ankündigungstext findet sich nachfolgend:

Durch den bestialischen Angriff der Hamas am 7. Oktober 2023 in Israel wieder in Erinnerung gerufen, gehört der Islamismus zu den prägendsten ideologischen und herrschaftlichen Systemen der globalen Gegenwart. Wird hierzulande öffentlich über den politischen Islam debattiert, dann geht es zumeist um Kopftücher, Moscheen oder islamistische Anschläge in Europa. Selten geht es um die tiefer liegenden ideologischen Wurzeln dieser Weltanschauung, die in Form des politischen Islam nach globaler politischer Hegemonie strebt. Gerade an den Rändern des klassischen Zentrums des politischen Islam – also bspw. in Europa, Subsahara-Afrika oder Südostasien – scheint dieser an Einfluss zu gewinnen. Im Rahmen einer Buchvorstellung des kürzlich erschienenen Bandes „Gesichter des politischen Islam“ beleuchtet der Vortrag am Beispiel der Hamas insbesondere den Antisemitismus als tragende Säule des Islamismus.

Andreas Stahl studierte Politikwissenschaft sowie Philosophie in Trier und absolviert derzeit sein Masterstudium der Philosophie in Oldenburg. Er ist seit mehreren Jahren in der politischen Bildung aktiv und gab u. a. 2023 den Band „Gesichter des politischen Islam“ mit heraus. Er ist Gründungsmitglied der Gesellschaft für kritische Bildung (www.kritischebildung.de).

Hier geht’s zur facebook-Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/1059391211932237/
Hier geht’s zur Ankündigung auf instagram: https://www.instagram.com/p/C17zNLtI6Z3/

Demonstration in Solidarität mit der Frauenrevolution im Iran

Es freut uns wirklich überaus, dass am Sonntag, den 10.12.2023, im benachbarten Holzminden von 14:30 Uhr bis 15:30 Uhr eine Demonstration in Solidarität mit der Frauenrevolution im Iran stattfinden wird. Startpunkt der Veranstaltung ist der Parkplatz „Steinbreite“.

Wir bitten um zahlreiches Erscheinen und wünschen der Intervention bestes Gelingen.